Kindersicherer Balkon

Der Balkon kann für kleine Kinder eine gefährliche Spielstätte sein. Bei ihren zahlreichen Entdeckungen droht ihnen vor allem eines: das Hinabfallen. Das ist zunächst einmal nicht so leicht vorstellbar, aber nach Statistiken von Versicherern in der Tat das größte Risiko.

Besonders gefährdet: Kleinkinder bis drei Jahre

Im Krabbelalter bis zum dritten Lebensjahr sind die Kinder besonders gefährdet, sie sind nun motorisch beweglich genug, um nach oben und unten alle Ecken, Enden und Kanten zu erreichen, jedoch verfügen sie noch über praktisch kein Gefahrenbewusstsein. Dabei können sie sich schon einen Balkonstuhl vor die Balkonbrüstung stellen, um diesen zu erklimmen und dann nach unten zu schauen. Viele der kleinen Racker sind auch in der Lage, am Balkongeländer hochzuklettern. Eine rein physiologisch-mechanische Gefahr ergibt sich aus dem vergleichsweise schweren Kopf sehr kleiner Kinder im Verhältnis zum Körpergewicht. Dieser bewirkt einen anderen Schwerpunkt, der zum Hinabstürzen kopfüber führen kann.

Worauf kommt es bei der Kindersicherheit an?

Das Wichtigste sind geschlossene Flächen, diese gelten als sicher. Sie werden durch die richtige Balkonverkleidung hergestellt. Sie sollte nicht aus verschnörkelten oder einem waagerechten Balkongeländer bestehen, denn diese laden die kleinen Krabbelgeister zum Klettern ein. Senkrechte Stäbe wiederum dürfen nicht zu große Abstände aufweisen, durch diese stecken die Kinder ihren Kopf und fallen dann hinterher.

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Gitter sind ebenso wie geschlossene Flächen sicher, wenn sie mindestens eine Höhe von einem Meter erreichen, wobei immer noch die Gefahr des Heranrückens von Stühlen besteht. Daher raten Experten den Eltern, die Kinder überhaupt nicht allein auf dem Balkon spielen zu lassen. Die entsprechenden Balkongeländer können die Eltern bei Neubauten einplanen, bestehende Geländer können mit Holz- oder Glasmaterialien günstig nachgerüstet werden. Durchgehend Flächen verhindern, dass die Kinder etwas hindurchwerfen, wodurch Passanten verletzt werden könnten.

Kindersicher ohne Kletterhilfen

Die gefährlichen Kletterhilfen müssen zwingend verbannt werden. Es kann sich um Balkonmöbel oder Balkonpflanzen und auch um Papas Bierkiste handeln. Wenn es schon Balkonmöbel sein sollen, dann sollte es sich um schwere Modelle handeln. Ein kleines Kind sollte nicht einfach die Balkonmöbel verschieben können. Auch ist eine Aufstellung weit weg vom Geländer erforderlich. Die Bierkiste von Papa muss entweder fest in der Ecke eingeklemmt oder ganz vom Balkon verbannt werden.

Balkonverkleidungen, -kästen und -pflanzen

Hier sollten die Eltern auf Stabilität und eine feste Verankerung achten. Scharfe Kanten sind tabu, Schrauben müssen komplett versenkt sein. Auch giftige Balkonpflanzen, so schön sie manchmal sind, dürfen durch kleine Kinder unter keinen Umständen erreichbar sein. Dasselbe betrifft Düngemittel, Blumenerde und Gartengeräte. Balkonkästen sind gegen Herunterfallen zu sichern. Weitere unumgängliche Maßnahmen für die Balkon-Kindersicherheit sind:

  • Außensteckdosen müssen wie die im Innenbereich gesichert sein.
  • Die Kinder dürfen nicht in einem Planschbecken unbeaufsichtigt sitzen, sie könnten ertrinken.
  • Die Balkontür muss von innen abschließbar sein. Ein kleines Kind sollte die Balkontür nicht allein öffnen können.
  • Mit einem schwellenfreien Übergang auf den Balkon werden Stürze verhindert.
  • Eltern sollten ihren Kindern niemals vormachen, wie sie vor dem Balkongeländer auf den Stuhl steigen.

Was tun mit Balkongittern?

Balkongitter wirken sehr schön bei vielen Altbauten, die Architektur kann praktisch nicht ohne ästhetischen Verlust auf sie verzichten, kindersicher sind sie niemals, im Gegenteil. Sie müssen nicht verschwinden, das wäre schade. Es bietet sich die innere Anbringung von Platten aus Aluminium, Holz, Glas oder Milchglas an. Letzten Endes ist es eine Geschmacksfrage und der Wunsch der Bewohner nach mehr oder weniger Transparenz zwischen Balkonfläche und Außenwelt, wofür sie sich entscheiden – transparent ist nur eine reine Balkonverglasung (alternativ Plexiglas).

Stoffe oder Planen sind ungeeignet, sie bleiben flexibel und damit eine Unfallgefahr. Auch verursachen sie erhebliche Geräusche bei Wind. Unter Beachtung dieser Regeln können sich Kinder an der frischen Luft auf der Balkonfläche frei entfalten.