Balkongeländer – Sicherheit kann so schön aussehen

Sowohl was Materialien als auch Farben und Variationen angeht, lassen sich Balkongeländer heute perfekt dem Charme der Immobilie anpassen. Welche Materialien stehen zur Verfügung, was für Eigenschaften weisen diese auf und weshalb ist ein intaktes Geländer so wichtig?

Sicherheit geht vor – gerade beim Balkongeländer

So schön sich Balkongeländer heute auch präsentieren, in erster Linie dient die Absturzsicherung dem Schutz der Bewohner. In Altbauten sind nicht selten Balkongeländer anzutreffen, die ca. 100 Jahre alt sind – und sie funktionieren immer noch. Die Erklärung liegt an den damals eingesetzten Materialien.

In der Regel wurden die Geländerpfosten aus Vollmaterial hergestellt und mit vergossenem Blei von oben in der Balkonplatte befestigt. Durch das Vollmaterial war die Innenkorrosion ausgeschlossen und man hatte eine wasserdichte, dehnungsaktive Befestigung geschaffen. Da diese Methode sehr aufwendig war, kamen nach 1945 Rundrohre und Vierkantrohre zum Einsatz.

Bei der Herstellung der Materialien kam es allerdings zu großen Qualitätsunterschieden – gerade was die Verzinkungsschicht betraf. Wodurch Schäden durch Korrosion innen und außen auftreten können. Deshalb lautet der erste Tipp zum Thema „Balkongeländer Material“: Wenn die Sanierung einer schönen Altbauwohnung ansteht, nicht nur an die Innenarchitektur denken, sondern auch prüfen, ob das Balkongeländer seine (Schutz-)Funktion noch erfüllt.

Balkongeländer aus Aluminium     Balkongeländer aus Glas
Balkongeländer aus Aluminium oder Glas wirken modern und aufgeräumt

 

Balkongeländer Material     Balkongeländer aus Holz
Balkongeländer aus Edelstahl und Holz

Balkongeländer Material – welcher Stil darf’s denn sein?

Heute kommen für die Gestaltung des Balkongeländers Materialien wie Aluminium, Stahl, Edelstahl, Glas, Kunststoff und Holz in Betracht. Und dann erzielt auch noch der Materialmix eine schöne Wirkung. Ein architektonischer Kontrapunkt kann durchaus seinen Reiz haben.

Dennoch wird es in der Regel so sein, dass die Gebäudefassade einen bestimmten Stil vorgibt. Denn obwohl der Balkon hervorsteht, soll er sich harmonisch in die Architektur einfügen. Wer es modern schätzt, wird sich für eine Lösung aus Metall entscheiden. Geländerpfosten aus Edelstahl mit dort quer angebrachten, umlaufenden Rundstäben sind regelrechte Eyecatcher. So eine Lösung ist zwar nicht blickdicht, muss es aber auch nicht sein.

Wenn der Lieblingsplatz vom Gehweg oder der Straße aus nicht zu sehen sein soll, einfach mit Balkonpflanzen arbeiten. Der natürliche „Bambus im Kübel“ verfehlt in Kombination mit dem modernen Balkongeländer seine Wirkung bestimmt nicht.

Villa Kunterbunt – bring Farbe aufs Balkongeländer

Es lebe die Pulverbeschichtung. Das werden sich alle Balkonfans sagen, denen fürs Balkongeländer ein ganz bestimmter Farbton aus der umfangreichen RAL-Farbpalette vorschwebt. Dank dem Verfahren, bei dem das Farbpulver elektrostatisch aufs Metall aufgesprüht und im Anschluss „eingebrannt“ wird, entsteht eine witterungsresistente Oberflächenbeschichtung.

Wer in der Variante Metall für Blickdichtheit sorgen will, kann zum Lochblech greifen. Inzwischen lassen sich die fantasievollsten Muster aus den Lochplatten ausstanzen. Und dann noch ein knalliger Farbton – da ist der Balkon alles andere als langweilig.

Eine Lösung aus Aluminium und Glas sorgt dann für Transparenz. Gut geeignet, um sich zwar vor Zugluft zu schützen, aber den Blick auf den sorgsam gepflegten Garten zu bewahren.

Ordentlich „Holz vor der Hütte“ – am Balkongeländer

Balkongeländer aus Holz Balkongeländer aus Holz

    Balkongeländer Holz

Wer sich den Charme des letzten Allgäu-Urlaubs nach Hause holen will, kann mit Balkon-Metallkonstruktionen wenig anfangen. Mit leicht wehmütigem Blick auf die Wanderschuhe im Eck, kommt beim Ansehen des „Holzbalkons“ wieder Freude auf. Mittels Drechselbank und Oberfräse lassen sich in die Geländerpfosten und Balkonbretter kunstvolle Muster einbringen.

Die CNC-Technik ist heute so weit, dass manche Arbeiten wie von Hand geschnitzt aussehen. Am Geländer dann noch ein paar schöne Blumenkästen arranchiert und das Alpenfeeling ist perfekt. So schön so ein Balkongeländer auch aussehen kann – Holz will gepflegt sein. Soll es über viele Jahre seine Schönheit behalten, muss ein regelmäßiger Schutzanstrich vor Regen und Sonne schützen.

Wer es sich einfach machen will, der „schummelt“ ein wenig. Dann sind die Pfosten und Bretter dem Holz lediglich nachempfunden und aus Kunststoff. Im Übrigen kann Holz gerade im Materialmix mit Edelstahl auch sehr modern wirken. Ob nun mit Metall, Kunststoff und Glas eine pflegeleichte Variante für das Balkongeländer gewählt wird, oder mit Holz eine etwas aufwendigere – ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Viel Spaß mit dem neuen Balkongeländer.